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Älter werden im Landkreis Karlsruhe
(Eine Standortbestimmung des am 14.11.1980 gegründeten Kreisseniorenrates Landkreis Karlsruhe e.V.)
Demografische Entwicklungen im Landkreis Karlsruhe
- Eine Herausforderung für Politik und Gesellschaft -
Bevölkerung 2006 und voraussichtliche Entwicklung bis 2025
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Jahr
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Einwohner im Landkreis Karlsruhe
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Gesamtbevölkerung
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0-20Jahre
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20-55Jahre
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55-70 Jahre
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70-80Jahre
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über 80 Jahre
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2006
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430.597
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90.791 (21,1%)
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209.613 (48,7%)
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76.326 (17.7%)
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35.301 ( 8,2%)
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2010
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432.855 (+2.258 = +0,5%)
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86.118 (20,0%)
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207.731 (48,0%)
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76.185 (17,6%)
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41.372 (9,6%)
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2015
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433.294 (+2.697 = +0,6%)
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80.619 (18,6%)
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200.684 (46,3%)
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85.121 (19,6%)
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42.041 (9,7%)
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2025
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429.234 (- 1.363 = -0,3%)
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73.973 (17,2%)
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176.194 (41,0%)
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102.258 (23,8%)
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44.682 (19,4%)
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Vergl.
2006
2025
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- 1.363 (- 0,3%)
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- 16.818 (- 18,5%)
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- 33.429 (- 16,0%)
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+ 25.932 (+ 34,0%)
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+ 9.381 (+ 21,0%)
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- Ø Landkreisfläche: 108.496 ha.
- Ø Gebietskörperschaften: Dies sind 32 Städte und Gemeinden mit insgesamt 100 Stadt- und Ortsteilen
- Ø Mitgliedsgruppen des Kreisseniorenrates Landkreis Karlsruhe e.V. (KSR):
- 112 (53 kirchliche, 59 weltliche)
- Ø Mitglieder in den Mitgliedsgruppen: 7.600 Personen (Stand Dez. 2005)
- Ø Seniorenräte/Seniorenbeiräte: derzeit in 8 Städten und Gemeinden (Bretten / Bruchsal / Ettlingen / Gondelsheim / Pfinztal / Rheinstetten / Walzbachtal / Weingarten).
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Quellen: Statistisches Landesamt Baden-Württemberg Stuttgart 2007 / Landratsamt Khe / KSR
Gemeinsamkeiten und Unterschiede in den Städten und Gemeinden im Landkreis Karlsruhe
- Gemeinsamkeiten:
- Alle Städte und Gemeinden im Landkreis Karlsruhe stellen sich den gesellschaftlichen und sozialen Anforderungen / Herausforderungen und Aufgaben, die der demografische Wandel mit sich bringt und setzen sich für eine moderne und zukunftsweisende Seniorenpolitik ein.
- Ø Persönliche Betroffenheiten: bei allen Seniorinnen und Senioren im Landkreis
- Ø Ausgestaltung der Pflichtaufgaben und freiwilligen Aufgaben
- Ø Bevölkerungsstrukturen: Alterspyramide / Migration / Arbeitslosenquote etc.
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- Ø Sozialpolitische und gesellschaftspolitische Zielsetzungen
- Ø Infrastruktur: Orts- und Stadtteile / ländliche-städtische Strukturen
- Ø Wirtschaftskraft
Ausgangslage
Älter werden und damit einhergehend die „Alternde Gesellschaft“ hat verschiedene Facetten.
Die älter werdende Gesellschaft ist keine Zukunftsvision, sondern bereits Realität unserer gegenwärtigen Lebenssituation.
Vorrangig wird das Alter immer noch mit Nachlassen oder mit Verlust von Fähigkeiten gesehen und mit Hilfs- und Pflegebedürftigkeit in der breiten Öffentlichkeit gleichgesetzt.
Gerade mit Blick auf die aktuellen Diskussionen um die Sicherung des Gesundheits-wesens, der Renten- und Pflegeversicherung werden die Kompetenzen und Potenziale der über 60-Jährigen noch zu wenig wahrgenommen, thematisiert und in die Bewältigung der sehr unterschiedlichen gesellschaftlichen Aufgabenstellungen einbezogen.
Die aktuellen Diskussionen über das bestehende Bild von „Alter und Älter werden“ leiten eine dringend notwendige Trendwende ein.
So werden die Senioren/Innen zunehmend als wichtiger Wirtschaftsfaktor wahrgenommen.
Diese Entwicklungen werden zunehmend auch von der Bundes- und Landespolitik thematisiert und finden erste Umsetzungen auf Kreis- und kommunaler Ebene
Aktuell spiegelt sich dies wider:
- Ø im 5. Altenberichten der Bundesregierung
- Ø in den Enquete-Kommissionen „Demografischer Wandel“ in Bund und Land
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- Ø in den Koalitionsvereinbarungen auf Bundes- und Landesebene
- Ø in kommunalen Verwaltungen über Seniorenbeauftragte
Die Themenfelder sind dabei genau so vielfältig wie die Biografien und Lebenssituationen der älteren Menschen
Hierzu zählen unter anderem:
- Ø den demografischen Wandel als Chance für die Weiterentwicklung unserer Gesellschaft begreifen
- Ø Bürgerschaftliches Engagement fördern und stärken
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- Ø Familien fördern und stärken
- Ø die Integration älterer Menschen – unabhängig von Alter, Herkunft, Behinderung oder Pflegebedürftigkeit – unter Wahrung der Grundrechte und dem Recht auf ein selbstbestimmtes und selbständiges Leben zu ermöglichen
- Ø Verständigung zwischen Generationen stärken und generationsübergreifende Kompetenzen unterstützen
Gelingen kann dies nur unter aktiver Beteiligung aller Bürgerinnen und Bürger - ganz im Sinne eines gemeinsamen zivilgesellschaftlichen Handelns. Angesichts der auf allen Ebenen angespannten Haushaltslage wird von allen immer mehr Eigenverantwortung eingefordert. In der jüngsten Zeit setzt die Bundes- und Landespolitik zunehmend für ältere Menschen neue und notwendige Schwerpunkte, die die bisherigen kommunalpolitischen Überlegungen und Aktivitäten bestätigen.
Erkenntnisse und Erfahrungen belegen, dass zum Thema Älter-werden akuter Handlungsbedarf besteht in den Städten und Gemeinden im Landkreis Karlsruhe. Die daraus resultierenden Fragen, Handlungsbedürfnisse, Probleme der Zusammenführung und Vernetzung der Akteure bedürfen einer Weiterentwicklung.
Ein wichtiger Partner ist dabei der Kreisseniorenrat Landkreis Karlsruhe e.V., der sich gemeinsam mit seinen Mitgliedern und in Kooperation mit seinen Partnern dieser Herausforderung und Aufgabe stellt.
Der Kreisseniorenrat Landkreis Karlsruhe e.V. ist die Dachorganisation von Seniorenräten und Seniorenbeiräten, Seniorengemeinschaften, Vereinen und Verbänden als gewählte Vertreter in Fragen des Älter-werdens in den Kommunen und auf Landkreisebene.
In der „Alternden Gesellschaft“ tritt der KSR für die Interessen aller Seniorinnen und Senioren im Sinne generationsübergreifendem, leistungsfähigem Denken und Handeln ein.
Die Ziele des Kreisseniorenrates
Der KSR vernetzt im Landkreis gemeinwesensorientierte Beteiligungsformen und gibt neue Impulse im Zusammenleben der Generationen.
Ein hoher Grad an Informiertheit und Wissen zur Lebensgestaltung - auch im Alter - ist nötig, um sich den Herausforderungen des demografischen Wandels zu stellen.
Dabei gewinnt die Initiativ- und Projektarbeit als eine wichtige Form des Ausprobierens und Entscheidens zunehmend an Bedeutung.
Die Leistungen des Kreisseniorenrates
Der KSR fördert Transferleistungen zwischen Praxis und Wissenschaft zu den vielfältigen Themen des demografischen Wandels mit den Handlungs- und Entscheidungsträgern vor Ort.
Hierzu gehören insbesondere:
- Unterstützung der Selbsthilfepotenziale in den Städten und Gemeinden
- Auf- und Ausbau lokaler Netzwerke
- Stärkung des bürgerschaftlichen Engagements
- Informationen über aktuelle Entwicklungen, sowie über Projekte und ihre Fördermöglichkeiten
- Unterstützung und Begleitung bei Projekten
- Vermittlung von Ansprechpartnern, Referenten
- Beratung bei und Unterstützung der Mitgliedsaktivitäten
In der Zusammenarbeit mit der Verwaltung des Landkreises, den Kommunen und den Mitgliedsgruppen bietet der KSR die Mitgestaltung der Aufgaben in Feldern der Seniorenpolitik an.
Die Partner des Kreisseniorenrates
Der KSR pflegt eine partnerschaftliche Zusammenarbeit mit den Kräften aus Politik, Verwaltung, Wirtschaft, Kirchen und Verbänden.
Aufgaben und Projekte, die bereits laufen oder neu angegangen werden sollen:
- Ÿ Betrieb Geschäftsstelle mit deren BAV-Stelle (BAV = Beschweren / Anhören / Vermitteln) und Beratungsdienste (z.B. Niedrigschwellige Beratung über Vollmachten-Verfügungen / Erbrecht / Rentenbesteuerung / Gleichbehandlungsgesetz / Gesundes Altern)
- Ÿ Beteiligung am Projekt „NAIS - Neues Altern in der Stadt“
- Ÿ Gründung von Stadt- und Ortseniorenräten in allen Kommunen im Landkreis Karlsruhe
- Ÿ Zertifizierung von Geschäften mit dem Gütesiegel „Seniorenfreundlicher Service“
- Ÿ Zahlenmäßig und räumlich weitere Verbreitung der Publikations-Zeitschrift „Seniorenblickpunkt“
- Ÿ Bürgerschaftliches Engagement fördern und Netzwerke entwickeln
- Ÿ Generationendialog betreiben u.a. in Schulen, Kindergarten etc.
- Ÿ Mitarbeit beim Landkreisprojekt „Familienzentren“
- Ÿ Ehrenamt und Versicherungsschutz
- Ÿ Neue Wohnformen
- Ÿ Landes-Projekt „Langlebigkeit verpflichtet“ - Förderung Bürgerschaftliches Engagement älterer Menschen
- Ÿ Mitwirkung in stationären und ambulanten Einrichtungen und Diensten
- Ÿ Unterstützung der Mitgliedsgruppen bei deren Aktivitäten
- Ÿ Mentorentätigkeiten
Bruchsal im Mai 2007
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